Ängstliche Hunde: Ursachen, Anzeichen und Tipps

Ein ängstlicher Hund kann eine besondere Herausforderung für Hundebesitzer darstellen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Ängstlichkeit bei Hunden verschiedene Ursachen haben kann und sich durch unterschiedliche Anzeichen äußert. In diesem Ratgeber-Artikel erklären wir dir, welche Ursachen Angst bei Hunden haben kann und an welchen Anzeichen du erkennst, ob dein Hund ängstlich ist. Außerdem erfährst du hier, welche hundefreundlichen Beruhigungsmethoden es gibt und welche 5 Tipps du im Alltag bei deiner ängstlichen Fellnase anwenden kannst.

Wichtig: Jeder Hund ist unterschiedlich und braucht eine unterschiedlich intensive Betreuung bei ängstlichem Verhalten. Hast du das Gefühl, dein Hund ist traumatisiert und leidet unter seiner Angst, solltest du dich an deinen Tierarzt oder an einen Hundetrainer wenden, um professionelle Unterstützung bei deiner Hundeerziehung➹ zu erhalten.

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Welche Ursachen kann Angst bei Hunden haben?

Angst bei Hunden kann durch verschiedene Ursachen bedingt sein. Die folgenden möglichen Ursachen können zu ängstlichem Verhalten bei Hunden führen:

  • genetische Veranlagung
  • traumatische Erfahrungen (besonders bei Tierschutzhunden)
  • Sozialisierungsdefizite
  • Krankheiten und chronische Schmerzen
  • eingeschränkte Seh- oder Hörfähigkeit
  • fehlende Umweltreize im Welpenalter (z.B. bei auf dem Lang groß gewordenen Straßehunden)

Die Ursachen, durch die ein Hund ängstlich ist, liegen oft im Dunkeln… Besonders bei Tierschutzhunden kann man nur mutmaßen.

Angstauslöser: Diese Auslöser für ängstliche Hunde gibt es

Es gibt verschiedene Faktoren, die bei Hunden plötzliche Angst auslösen können. Beobachte deinen Hund daher gut und analysiere, welche Situationen deinen Hund triggern. Mögliche Angstauslöser sind:

  • Lautstarke Geräusche wie Gewitter, Feuerwerk, laute Musik oder laute Stimmen
  • Fremde Menschen, insbesondere wenn sie auf den Hund zugehen oder ihn bedrängen
  • Unbekannte Hunde oder andere Tiere
  • Enge oder überfüllte Räume
  • Neue oder ungewohnte Umgebungen
  • Veränderungen im Alltag oder im Haushalt, wie Umzug➹, neue Familienmitglieder oder Renovierungen
  • Tierarztbesuche und medizinische Untersuchungen
  • Alleinsein oder Trennungsangst
  • Fahrt im Auto oder Transportboxen
  • Gegenstände wie Staubsauger, Besen, Regenschirme oder andere Alltagsgegenstände
  • Halsband oder Geschirr anlegen
  • Bestimmte Gerüche oder Düfte
  • Unbekannte oder ungewohnte Geräusche im Haus, wie knarrende Türen oder klingelnde Telefone

Hast du die Auslöser für die Angst deines Hundes ausfindig gemacht, versuche diese zu vermeiden. Bei unvermeidbare Angstauslösern kannst du über ein gezieltes Training mit einem Hundetrainer nachdenken. Hat dein Hund aufgrund des Feuerwerks extrem Angst an Silvester, kannst du es z.B. mit einer Geräuschdesensibilisierung➹ versuchen.

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Wie verhält sich ein ängstlicher Hund?

Ängstliches Verhalten kann man anhand der „vier A“ erkennen: Abhauen, Angreifen, Angststarre, Albernheit. Konkret bedeutet das:

  • Abhauen = Ausweichen, Zurückweichen
  • Angreifen = aggressives Verhalten, aufgestellte Rückenhaare, Zähne fletschen
  • Angststarre = Hund bleibt wie angewurzelt stehen
  • Albernheit = Übersprungshandlungen wie Spielaufforderungen mit offensichtlicher Unsicherheit

Außerdem kann sich Angst und Panik bei Hunden konkret durch folgendes Verhalten zeigen:

  • Unruhe, hin- und herlaufen
  • Hecheln, sabbern
  • Starkes Zittern
  • Aufgerissene Augen
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Eingeklemmter Schwanz
  • Blickkontakt wird gemieden
  • Verstecken

Zusätzlich reagieren ängstliche Hunde weniger auf ihr Umfeld, d.h. sie reagieren nicht auf die Ansprache oder Kommandos der Menschen. Tritt dieses Verhalten➹ ein, ist hier in jedem Fall Handlungsbedarf angesagt.

5 Tipps für den Umgang mit ängstlichen Hunden

Wenn du einen ängstlichen Hund hast, ist es wichtig, einfühlsam und geduldig mit ihm umzugehen, um ihm dabei zu helfen, seine Ängste zu überwinden. Hier sind einige Tipps, wie du am besten mit einem ängstlichen Hund umgehen kannst:

  1. Schaffe eine sichere Umgebung: Biete deinem Hund einen ruhigen und geschützten Raum, in dem er sich sicher fühlen kann. Sorge dafür, dass er immer einen Rückzugsort hat, an dem er sich zurückziehen kann, wenn er sich ängstlich fühlt.
  2. Vermeide Situationen, die Angst auslösen: Wenn du die Auslöser kennst, versuche sie zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Wenn dein Hund beispielsweise Angst vor lauten Geräuschen hat, schaffe eine ruhige Umgebung während Gewittern oder Feuerwerken.
  3. Verwende positive Verstärkung: Belohne deinen Hund für mutiges Verhalten und kleine Fortschritte. Lob und Belohnungen können das Selbstvertrauen deines Hundes stärken und ihm dabei helfen, seine Ängste zu überwinden. Achte darauf, dass die Belohnungen für deinen Hund besonders motivierend sind, sei es mit Leckerlis, Spielzeug oder Streicheleinheiten.
  4. Sei geduldig: Ängste bei Hunden können nicht über Nacht verschwinden. Gib deinem Hund Zeit, um Vertrauen aufzubauen und sich an neue Situationen zu gewöhnen. Dränge ihn nicht in Situationen, die er nicht bewältigen kann, sondern arbeite in kleinen Schritten an seiner Angstbewältigung.
  5. Hole professionelle Unterstützung ein: Wenn die Ängste deines Hundes stark ausgeprägt sind oder du Schwierigkeiten hast, mit der Situation umzugehen, scheue dich nicht, professionelle Hilfe von einem Hundetrainer oder Tierverhaltenstherapeuten in Anspruch zu nehmen. Sie können individuelle Tipps und Trainingsmethoden bieten, um deinem ängstlichen Hund zu helfen.

Nachweis Titelbild: © koldunova | Adobe Stock

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