Pfotenpflege – Tipps für Hundehalter

Du hast einen treuen Vierbeiner, der immer an deiner Seite ist und durch dick und dünn geht. Aber hast du dich schon mal gefragt, ob du auch gut genug auf seine Pfoten achtest? Gesunde Pfoten sind wichtig für die Mobilität und das Wohlbefinden deines Hundes. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die Pfoten deines Hundes optimal pflegst und welche Produkte dir dabei helfen können.

Warum ist Pfotenpflege beim Hund wichtig?

Die Pfoten sind ein wichtiger Teil des Körpers des Hundes und haben viele wichtige Funktionen. Sie dienen als Stoßdämpfer, helfen bei der Fortbewegung und geben dem Hund Halt auf unterschiedlichen Untergründen. Da Hunde ihre Pfoten oft stark beanspruchen, sind sie auch anfällig für Verletzungen, Risse oder Entzündungen. Deshalb ist eine regelmäßige Pfotenpflege wichtig, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine gute Pflege der Pfoten kann dazu beitragen, dass dein Hund gesund bleibt und sich wohlfühlt. Es ist daher ratsam, die Pfotenpflege in die regelmäßige Pflegeroutine deines Hundes aufzunehmen.

An den folgenden Punkten erkennst du, wann Pfotenpflege notwendig ist:

  • Hund leckt oder knabbert häufig an seinen Pfoten
  • die Krallen berühren beim Laufen den Boden und drücken sich hoch
  • Hund hat keine Lust zu laufen
  • Hund hat sichtlich Schmerzen beim gehen
  • Hund lahmt oder hinkt

Bei Auffälligkeiten wie Lahmheit, Hinken oder offensichtlichen Schmerzen, solltest du mit deinem Hund auf jeden Fall zum Tierarzt gehen. Nachdem die Ursache gefunden ist, ist eine künftige Pfotenpflege in jedem Falle sinnvoll.

Die Anatomie der Hundepfote

Bevor du mit der Pfotenpflege beginnst, solltest du dich mit der Anatomie der Pfote vertraut machen. Hundepfoten sind ebenso komplex strukturiert wie unsere Hände und Füße: Sie bestehen ebenfalls aus Handwurzel, Mittelhand und fünf Fingern. Im Gegensatz zu uns Menschen, die auf den Fußsohlen laufen, sind Hunde sog. Zehengänger.

Eine Pfote besteht aus Ballen, Krallen, Zehen und Gelenken. Die Ballen sind mit einer dicken Hornhautschicht bedeckt, die den Druck des Körpergewichts aufnehmen und die Pfote vor Verletzungen schützen. Die Krallen dienen zum Greifen und zur Fortbewegung, während die Zehen und Gelenke das Gewicht tragen und die Pfote stabilisieren.

Wann und wie oft sollte man die Pfoten pflegen?

Die Häufigkeit der Pfotenpflege hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Rasse, dem Alter und der Aktivität deines Hundes. Grundsätzlich solltest du die Pfoten deines Hundes regelmäßig auf Verletzungen und Verschmutzungen untersuchen und bei Bedarf säubern. Eine zu häufige Pflege kann jedoch zu Trockenheit und Rissen der Haut führen.

So gehst du bei der Pfotenpflege richtig vor

Schneiden der Krallen: Zu lange Krallen können zu Schmerzen und einer falschen Belastung der Pfote führen. Schneide oder knipse die Krallen deines Hundes daher regelmäßig und achte darauf, dass du nicht in die Blutgefäße schneidest. Auch Tierärzte oder Hundefriseure können die Krallen stutzen.

Normalerweise stutzen Hundekrallen automatisch durch tägliche Spaziergänge ab. Wachsen die Krallen dennoch zu schnell, müssen die Hundehalter ran und die Krallen kürzen. © Tatiana | Adobe Stock

Reinigung der Pfoten: Nach einem Spaziergang solltest du die Pfoten deines Hundes von Schmutz und Fremdkörpern befreien, um Verletzungen zu vermeiden. Verwende hierfür ein weiches Tuch.

Feuchtigkeitspflege: Trockene und rissige Pfoten können zu Schmerzen und Entzündungen führen. Verwende daher eine Feuchtigkeitspflege, um die Haut deines Hundes geschmeidig zu halten.

Schutz der Pfoten im Winter: Im Winter können Salz, Eis und Schnee die Pfoten deines Hundes reizen und verletzen. Schütze die Pfoten deines Hundes daher mit speziellen Pfotenschuhen oder einer Pfotencreme.

Vermeidung von Verletzungen: Vermeide scharfe oder spitze Gegenstände auf dem Boden und achte auf eine ausreichende Polsterung im Hundebett oder im Kofferraum.

So pflegst du spezielle Pfotenprobleme

Risse und Schnitte: Kleine Risse und Schnitte können mit einer desinfizierten Schere oder Pinzette gereinigt werden. Bei tieferen Schnitten oder wenn der Schnitt nicht aufhört zu bluten, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Verätzungen: Wenn dein Hund in Kontakt mit ätzenden Substanzen gekommen ist, solltest du die Pfote sofort mit viel Wasser ausspülen und einen Tierarzt aufsuchen.

Hitzeprobleme: Bei heißem Wetter kann es zu Hitzeproblemen an den Pfoten kommen. Vermeide daher lange Spaziergänge auf heißen Oberflächen und sorge für ausreichend Schatten und Wasser für deinen Hund.

Allergien: Manche Hunde können allergisch auf bestimmte Substanzen reagieren, wie zum Beispiel Gräser, Pollen oder Reinigungsmittel. Wenn du eine Allergie vermutest, solltest du einen Tierarzt aufsuchen, der die Ursache abklärt.

Diese Ausstattung benötigst du für die Pfotenpflege

  • Krallenfeile, Krallenzange oder -trimmer
  • Fellschere mit stumpfen Enden
  • Taschenlampe oder Handylampe
  • spezielle Pfotenpflegeprodukte (Salbe, Spray & Co.)

Pflegeprodukte für die Pfotenpflege

Es gibt viele Produkte auf dem Markt, die bei der Pflege der Hundepfoten helfen können. Hier sind einige Empfehlungen:

  • Pfotensalbe: Eine Pfotensalbe kann die Haut der Pfoten geschmeidig halten und Schutz vor rauen Untergründen bieten.
  • Pfotenbalsam: Ein Pfotenbalsam kann dazu beitragen, dass sich rissige und trockene Pfoten regenerieren.
  • Pfotenreiniger: Ein Pfotenreiniger kann dazu beitragen, dass Schmutz und Fremdkörper von den Pfoten entfernt werden.
  • Pfotenschutzspray: Ein Pfotenschutzspray kann die Pfoten deines Hundes vor äußeren Einflüssen schützen und ihnen Feuchtigkeit spenden.

Fazit zur Pfotenpflege beim Hund

Die Pfoten deines Hundes sind ein wichtiger Teil seines Körpers und verdienen genauso viel Aufmerksamkeit wie der Rest des Körpers. Eine regelmäßige Pfotenpflege kann dazu beitragen, dass dein Hund sich wohlfühlt und gesund bleibt. Durch das Schneiden der Krallen, die Reinigung der Pfoten, die Feuchtigkeitspflege und den Schutz der Pfoten im Winter kannst du dazu beitragen, dass die Pfoten deines Hundes gesund bleiben. Bei speziellen Pfotenproblemen solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Und nicht vergessen: Ein paar liebevolle Streicheleinheiten für die Pfoten deines Hundes können auch nicht schaden!

Nachweis Titelbild: © BublikHaus | Adobe Stock

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